Unser Dorf

Ortsgemeinde Almersbach


Geschichte

Die Ortsgemeinde Almersbach ist  vermutlich das älteste Dorf im Kreise Altenkirchen.

Besonders erwähnenswert  ist, dass der Gemeinde am 07. Februar 1357 von Kaiser Karl IV die Stadtrechte  verliehen wurden. Die Urkunde hierüber befindet sich im “fürstlich Wiedischen Archiv zu Neuwied". Sie ist eingetragen im dortigen Urkundenregister und Akteninventar. Almersbach wird in alten Schriften auch “Allmersbah" oder “Almersdorf" genannt. Den Wortstamm bildet “Al-” oder “Alm-". “Alm-" bedeutet “fliessendes Wasser". Dies könnte ein Hinweis auf den unterhalb des Mühlbergs  (Kirche) in die Wied mündenden Almersbach sein.

Die markanteste Baulichkeit  und das älteste noch erhaltene Gebäude ist die 1199 zum ersten Mal urkundlich  erwähnte Kirche. Man spricht daher auch in der näheren Umgebung vom  “Kirchspielort Almersbach". Im Schatten dieser altehrwürdigen Kirche befindet sich seit Menschengedenken der Friedhof der Ortsgemeinden Almersbach,  Fluterschen und Stürzelbach.

"Almersbach: Dorf und Kirchspiel", notiert von Dieter Sommerfeld:

Das Kirchspiel Almersbach lag, in der Zeit als das alte Reich noch in Gaue eingeteilt war, im Grenzbereich des Auel- und Engersgau. Später als die Grafen zu Terriotialherren wurden, kam es an die Grafen von Wied. Die Patronatsrechte und die Einkünfte der Kirche von Almersbach besaß, wie schon seit 1199 belegt ist, das St. Cassiusstift in Bonn.

Die erste Linie der alten Grafen von Wied starb schon 1244 aus und das Kirchspiel Almersbach kam mit den anderen wiedischen Besitzungen an die Herren von Eppstein und Isenburg - Braunsberg. 1340 nannte sich Wilhelm von Braunsberg (1324 - 1383), ein Nachkomme aus diesem Geschlecht dann wieder Graf zu Wied. Dieser neue Graf Wilhelm zu Wied erhielt auch 1357 für Almersbach die Stadtrechte, wovon aber nie Gebrauch gemacht wurde. Es war wohl zu klein und unbedeutend.

1459 erwarb Graf Gerhard II von Sayn die Kirchspiele Höchstenbach, Schöneberg und Almersbach von Wied, die aber 1483 wieder eingelöst wurden. Durch die Heirat des Sohnes des genannten Grafen, Gerhard III von Sayn, mit Johannetta von Wied 1489 kamen die Kirchspiele dann endgültig an die Grafen von Sayn.

Bei der Teilung der Grafschaft Sayn (1652-1674) in Sayn Altenkirchen und Sayn Hachenburg wurde das Kirchspiel Almersbach mit seinen Dörfern 1671 der Grafschaft Sayn Altenkirchen zugeteilt. Die Grafschaft Sayn Altenkirchen kam zunächst durch Heirat der saynschen Erbtochter Johannette bis 1741 an das Haus Sachsen Eisenach. Danach folgte als Landesherr der Markgraf Wilhelm Friedrich von Brandenburg Ansbach als Sohn der ältesten Tochter der oben erwähnten Johannette. Dessen Sohn überließ 1791 die Grafschaft dem preußischen König, der dann auch 1792 als neuer Landesherr die Grafschaft in Besitz nahm. Durch den Reichsdeputationshauptausschuß wurde 1803 Fürst Friedrich August von Nassau Usingen neuer Landesherr der Reichsgrafschaft Sayn Altenkirchen. 1806 schlossen sich die Fürsten von Nassau Usingen und von Nassau Weilburg, zu dem Sayn Hachenburg gehörte zum Herzogtum Nassau zusammen. 1815 kam das heutige Gebiet des Kreises Altenkirchen an Preußen. 1816 wurde der Kreis Altenkirchen gegründet, der mit nur wenigen Veränderungen bis heute noch besteht.

Die Kirchspiele waren bevor 1816 die preußische Einteilung in Bürgermeistereien erfolgte, die kleinste Verwaltungseinheit. Ein Kirchspiel umfaßte mehrere Dörfer, mehrere Kirchspiele ergaben ein Amt. Das Kirchspiel Almersbach zählte mit den Kirchspielen Altenkirchen, Mehren, Birnbach, Hamm, Schöneberg, Flammersfeld und der Stadt Altenkirchen zum Amt Altenkirchen. Nach der Teilung bildeten Kirchspiele Almersbach, Mehren und Altenkirchen das Amt Altenkirchen. Die Grafschaft war in mehrere Ämter eingeteilt. Altenkirchen, Freusburg, Friedewald, Hachenburg und nach der Teilung übernahm auch Schöneberg eine ähnliche Funktion.

Almersbach hatte 1578 4 Räuche (1582 werden 9 genannt es können einige wiedische Untertanen gewesen sein) 1667 wird nur 1 Rauch genannt. 1744 sind es 5 Häuser. 1817 sind es 36 Einwohner und 5 beim Eisenhammer. 1885 27 Häuser und 192 Einwohner.

Frühe Erwähnungen 1408 Gericht zu Almersbach, 1489 wird ein Feld bei Breibach im Kp. Almersbach erwähnt.(Urkunden Kloster Marienstatt.)

Lage

Die geographische Lage der Ortsgemeinde Almersbach befindet sich etwa in südwestlicher Richtung zur Grenze des Landkreises Altenkirchen zum Kreis Neuwied und ist dem mittleren Westerwald zuzuordnen. Die Ortsmitte liegt etwa 225 m ü. NN. Bei der Gemeinde handelt es sich mit 6,13 ha um die flächenmässig kleinste Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde und dem Landkreis  Altenkirchen.

Übersichtskarte Kreis Altenkirchen

Almersbach ist überwiegend eine Wohngemeinde, entgegen früherer  Jahre ist heute kein landwirtschaftlicher Betrieb mehr etabliert. Neben dem ursprünglichem Ortskern besteht die Gemeinde zwischenzeitlich aus zwei grösseren Neubaugebieten, dem “Eichhahn" sowie dem “Hirzberg".

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D - 57610 Almersbach

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